Hochseilakrobatik

Schweizer Nock wird Weltmeister auf dem Hochseil

Alfred Nock in Seoul

Alfred Nock in Seoul

Der Schweizer Zirkusartist Freddy Nock ist in Seoul Weltmeister auf dem Hochseil geworden. Er legte einen Kilometer auf dem Seil in 30 Metern Höhe in 10 Minuten 17 Sekunden zurück und hält damit einen neuen Weltrekord.

Das Seil war über den Fluss Han gespannt worden, wie Nock mitteilte. Der Artist war der einzige Teilnehmer, der sich nicht mit einer Balancierstange behalf. Unter dem Seil war kein Netz. Zweiter wurde Alan Martinez aus Kolumbien. Er versuchte es auch mit einem Velo, stürzte aber und musste sich ans Seil klammern.

Nock machte in Seoul nicht nur durch seine Künste auf dem Hochseil von sich reden. Er wurde auch zum Retter zweier Hochseilakrobaten in prekärer Lage.

Wie die Lokalpresse berichtet, verlor ein Konkurrent aus Usbekistan am Samstag über dem Fluss seine Balancierstange und steckte auf dem Seil fest. In den Fluss springen konnte er nicht, da er an einer Rückenverletzung laboriert. Ein Rettungsversuch mit einem Seil scheiterte.

Nock begab sich mit einer Balancierstange zu dem Gestrandeten und führte ihn hinter sich her Schritt für Schritt auf festen Boden. Das gleiche passierte am Sonntag einem Chinesen, den Nock prompt ebenfalls in bewährter Manier barg.

Am Anlass teilgenommen hatten über 20 Akrobaten aus 12 Ländern. Seoul führte die Hochseilakrobatik-Weltmeisterschaften bereits zum dritten Mal durch.

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