Raubüberfall

Schweizer Astronaut Claude Nicollier in der Ukraine überfallen

Claude Nicollier wurde übel mitgespielt

Claude Nicollier wurde übel mitgespielt

Der Schweizer Astronaut Claude Nicollier ist am 17. April während einer Reise in der Ukraine überfallen worden. Sehr geschwächt habe er deshalb drei für nächste Woche geplante Konferenzen im Rahmen des Internationalen Jahres der Astronomie abgesagt.

Das sagte einer der Organisatoren auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Der 65-jährige Nicollier sei nach einer Konferenz auf dem Weg zu seinem Hotel von mehreren Personen überfallen worden, bestätigte Claudio Beretta einen Bericht der Tageszeitung "La Regione Ticino". Es habe sich offenbar um einen Raubüberfall gehandelt.

Nicollier - durch Faustschläge und Messerstiche verletzt - habe sechs Tage in einem Spital verbracht, bevor er am Mittwoch in die Schweiz zurückgekehrt sei, sagte Beretta. Der Astronaut werde sich mehrere Monate ausruhen müssen, er habe "ziemlich viel Blut" verloren und sei sehr geschwächt.

Die Ärzte haben ihm davon abgeraten, kommende Woche ins Tessin zu reisen, wo er im Rahmen des Internationalen Jahres der Astronomie drei Konferenzen hätte leiten sollen.

Nicollier selber war am Samstag nicht erreichbar. Dieser Überfall "sollte keine längerfristigen Konsequenzen mit sich tragen", wurde er in "La Regione Ticino" zitiert. "Mir geht es gut und ich werde mich bald erholen. Ich brauche nun einfach Ruhe."

1992 flog Nicollier mit der Raumfähre Atlantis als erster Schweizer und Europäer ins All. Insgesamt verbrachte er mehr als 1000 Stunden in der Schwerelosigkeit.

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