Um die Aufmerksamkeit der Präsidentengattin zu wecken, schickten sie Bruni-Sarkozy jetzt ein Paket mit 187 Windeln - genau so viele Arbeitsplätze seien bedroht, sagte ein Gewerkschaftssprecher am Donnerstag.

Die Entlassungen nicht politisch zu verhindern, wäre ein Verbrechen, schreiben die Betroffenen in einem offenen Brief an die Frau von Präsident Nicolas Sarkozy (56). Windeln für französische Babys müssten künftig aus Ländern wie Deutschland oder Tschechien mit dem Lastwagen nach Frankreich gebracht werden.

Das belgische Unternehmen Ontex, zu dem das Werk gehört, begründet die Schliessungspläne mit Überkapazitäten und der Wettbewerbssituation. Andere grosse Windelhersteller machten mit Sonderangeboten grossen Druck, zitierte die Nachrichtenagentur AFP eine Sprecherin. Von der Präsidentengattin selbst gab es zunächst keine Stellungnahme.