Wetten dass..?
Schon wieder Promi-Kritik: Swingkönig wundert sich über die TV-Show

«Hätte ich das gewusst, hätte ich Gras geraucht», sagte Swingkönig Michael Bublé noch während der Sendung über das kontroverse deutsche TV-Format. Der Kanadier ist nicht der einzige Weltstar, der «Wetten, dass..?» öffentlich kritisiert.

Jonas Burch
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Schräger Spass: Michael Bublé muss mit Katzenmaske «Memories» singen.

Schräger Spass: Michael Bublé muss mit Katzenmaske «Memories» singen.

KEYSTONE

Irgendwie will «Wetten, dass..?» unter Gottschalk-Nachfolger Markus Lanz nicht wirklich heisslaufen. Nach dem sich Hollywood-Stars wie Tom Hanks («In den USA wäre jeder Verantwortliche einer solchen dreistündigen Fernsehshow am nächsten Tag gefeuert worden») oder Denzel Washington («Das ist tatsächlich ein Showformat aus einer andern Zeit») öffentlich über die Sendung lustig machten, kriegen Lanz & Co. auch von Michael Bublé ihr Fett weg.

«Das ist eine merkwürdige Show. Eine schöne, aber eine sehr merkwürdige Show. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich Gras geraucht», sagte er. Verständlich. Während der Sendung musste der Soulbarde mit einer Katzenmaske «Memories» aus dem Musical «Cats» singen, und mit Fussbällen auf den Po von Comedian Oliver Pocher schiessen. Zu viel des Guten für so manchen Promi-Gast. Selbst die renommierte US-Zeitung «New York Times» umschrieb das Format als «ergraute Show mit schrulligen Tricks».

Zu allem übel sind auch die TV-Quoten im Sinkflug. In Deutschland erreichte die Sendung noch knapp 7,5 Millionen Zuschauer – ein Negativrekord in der Lanz-Ära. «Wir haben von Beginn an gesagt, wenn wir zwischen 7 und 8 Millionen Zuschauer für ’Wetten, dass ..?’ begeistern können, sind wir zufrieden», sagte Lanz im Interview mit der Bild-Zeitung. Jetzt geht’s in die Sommerpause. Diese kommt für die Verantwortlichen wohl nicht ganz ungelegen.

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