Dass er so viel an Gewicht verloren hat, sei keine Leistung, die derart Beachtung verdient: "Man wird ungewollt zum Hoffnungsträger für viele Leute mit Gewichtsproblemen. Ich habe abgenommen, weil ich das für mich wollte und nicht, um andere zu beeindrucken", so Ruefer.

Angefangen habe alles mit Selbstreflexion: "Ich hatte mich beruflich etabliert, konnte tolle Sachen machen, und das reichte mir irgendwie. Ich sah keine Perspektiven mehr und wurde irgendwie träge. Diese Gleichgültigkeit hat mich erschreckt. Da habe ich mir Hilfe von Profis geholt."

Die Standortbestimmung sei nicht einfach gewesen: "Ich moderiere Sportsendungen und habe Jahr für Jahr an Körperumfang zugelegt. Das ist nicht glaubwürdig", sagt Ruefer, der am Samstag das Spiel der Schweizer Nati gegen Griechenland kommentiert.

Abnehmen habe sich gelohnt: "Ich habe ein anderes Selbstwertgefühl." Auch sein Umfeld habe ihm dabei geholfen: "Meine Freundin Vera sagt ab und zu zu mir: 'Du stehst nicht stets im Scheinwerferlicht, es ist nicht immer so wichtig, was du tust.' Das ist manchmal hart, aber es stimmt", so der 37-Jährige.