Volksmusik
Sarah-Jane ist zu beschäftigt für «The Voice» - doch einen Tipp hat sie

Die Baselbieter Sängerin Sarah-Jane gibt «Voice of Switzerland»-Finalistin Nicole Bernegger Tipps: «Sie soll einfach sich selber bleiben» sagt sie im Interview mit der bz. Ihre eigene Karriere feiert dieses Jahr das 10-jährige Jubiläum.

Oliver Sterchi
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Die Teilnahme an einer Castingshow wäre nichts für sie, sagt Schlagersängerin Sarah-Jane. zvg

Die Teilnahme an einer Castingshow wäre nichts für sie, sagt Schlagersängerin Sarah-Jane. zvg

Sarah-Jane, wo stehen Sie mit Ihrer Karriere?

Sarah-Jane: Ich befinde mich gerade im Tonstudio, wo ich an meinem neuen, vierten Album arbeite. Es fehlen noch drei Titel, dann ist das komplette Album im Kasten. Erscheinen wird es voraussichtlich im April. Dieses Jahr feiere ich zudem mein Zehn-Jahre-Jubiläum in der Branche.

Ihre Karriere läuft demnach gut?

Ja, das kann man wohl sagen. Ohne jetzt überheblich zu wirken: Ich freue mich, dass ich auch nach zehn Jahren immer noch top bin. Die Leute, die mit mir arbeiten, glauben an mich, und das Publikum hat nach wie vor Freude an meinen Liedern und meinem Wesen. Das freut mich wirklich.

Heute Abend steigt das grosse Finale der Castingshow «The Voice of Switzerland». Haben Sie diese Sendung in letzter Zeit mitverfolgt?

Da muss ich Sie leider enttäuschen – überhaupt nicht.

Schauen Sie keine Castingshows?

Doch, eigentlich schon. Ich war in letzter Zeit einfach zu beschäftigt: Album aufnehmen, Konzerte und diverse andere Projekte. Zum Beispiel die «Music Night» mit Bo Katzman und Peter Kraus, da stecken wir mitten in den Vorbereitungen. Ehrlich gesagt hatte ich einfach keinen Bock, mich nach der Arbeit noch mit Musik zu beschäftigen.

Und was halten Sie generell von solchen Sendungen?

Ich finde sie eigentlich eine gute Sache. Schliesslich muss man sich fragen: Was haben talentierte Musiker sonst noch für eine Plattform in
der Schweiz? Den Grand-Prix der Volksmusik, der ja auch für mich ein Sprungbrett war, gibt es leider nicht mehr. Ich bin solchen Shows ehrlich gesagt nicht abgeneigt, und wie ich gehört habe, machen bei «The Voice of Switzerland» noch gute Leute mit.

Am Samstag steht auch eine Baselbieterin im Finale, Nicole Bernegger.

Toll, das freut mich!

Sagt Ihnen der Name etwas?

Ist sie etwa diejenige, die schwanger ist?

Genau. Angenommen Nicole Bernegger gewinnt. Dann kriegen Sie wohl Konkurrenz von einer anderen bekannten Baselbieterin.

Nein, überhaupt nicht! Ich würde sogar sagen, dass ich dadurch Verstärkung bekäme. Eine weitere starke Stimme aus dem Baselbiet.

Was würden Sie als Profi der Newcomerin raten?

Sie soll einfach sich selber bleiben. Der Sieg in der Sendung ist zwar ein Anfang, aber danach muss sie sich erst mal beweisen. Das Musik-Business ist hart, man muss wirklich einen grossen Durchhaltewillen haben, um es zu schaffen.

In der Show-Jury sitzen Musiker aus fast allen Sparten – ausser der Volksmusik. Finden Sie das nicht schade?

Doch, klar finde ich das schade. Aber das scheint wohl das Konzept der Sendung zu sein.

Könnten Sie sich vorstellen, ein Mitglied der Jury zu sein?

Ja, das könnte ich mir vorstellen. Jurorin schon, nicht aber Teilnehmerin.

Wäre das nicht eine Möglichkeit gewesen, um Ihren Bekanntheitsgrad zu steigern?

Nein. Wissen Sie, ich durfte ja bereits drei Mal an den Grand-Prix der Volksmusik, und das war schon eine gewagte Sache. Da war ich immerhin ziemlich erfolgreich. Zum jetzigen Zeitpunkt müsste ich aber wohl nicht mehr an ein Casting. Und überhaupt: Man soll der Jugend Platz machen. Es soll ja eine Plattform für Newcomer sein, nicht für etablierte Profi-Musiker.

Werden Sie sich das Finale anschauen?

Ich werde dann leider nicht zu Hause sein. Aber vielleicht finde ich ja irgendwo einen Fernseher und kann mal kurz reinschauen. Ich wünsche aber allen Kandidatinnen viel Glück!

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