"Die grundlegende Sache ist doch die, dass die Leute nicht die Dinge bekommen, wegen der sie für den Austritt gestimmt haben. Sie wurden belogen", sagte die 51-Jährige der Deutschen Presse-Agentur in London.

Zwei Jahre nach dem Referendum hätten die Briten jetzt eine deutlich bessere Vorstellung davon, was sie wirklich wählten, sagte Skin, die mit bürgerlichem Namen Deborah Dyer heisst. "Sie sollten über das Austrittsabkommen abstimmen, denn es ist nicht das, wofür sie ursprünglich gestimmt haben", forderte die gebürtige Londonerin. "Ich finde, es sollte ein weiteres Referendum geben. Wenn es dann dabei bleibt, halte ich meine verdammte Klappe."

Skunk Anansie, deren Jubiläumsalbum "25liveat25" im Januar erschienen ist, wurden in den 90er Jahren mit Singles wie "Selling Jesus" oder "Weak" berühmt. Viele ihrer Songs hatten gesellschaftskritische oder politische Texte.

"Wenn Musik ein bisschen politisch ist, dann hat sie mehr zu bieten", sagte Skin. "Ich weiss nicht, ob das etwas verändert, aber ich glaube, zusammen mit anderen Künsten wird es zu einer Stimme für die Jugend. Und die Jugendlichen der Welt können etwas verändern. Menschen verändern etwas."