Boykott

Sängerin Lorde sagt nach Protesten Konzert in Israel ab

Mit der Absage eines Konzerts in Tel Aviv schliesst sich die neuseeländische Sängerin Lorde den Protesten gegen Israels Besatzungspolitik an. (Archivbild)

Mit der Absage eines Konzerts in Tel Aviv schliesst sich die neuseeländische Sängerin Lorde den Protesten gegen Israels Besatzungspolitik an. (Archivbild)

Die neuseeländische Sängerin Lorde hat Boykottaufrufen nachgegeben und ein geplantes Konzert in Israel abgesagt. Sie liess sich von der Aktivistengruppe BDS (Boycott, Divestment and Sanctions) überzeugen, welche Israels Besatzungspolitik verurteilt.

Sie habe "eine überwältigende Zahl von Nachrichten und Briefen bekommen und mit vielen Menschen, die verschiedene Meinungen haben, diskutiert", teilte die 21-Jährige am Sonntag über den israelischen Konzertveranstalter Naranjah mit. "Und ich denke, die richtige Entscheidung ist zum jetzigen Zeitpunkt, die Show abzusagen."

Lorde hatte vergangene Woche ein Konzert in Tel Aviv im Juni angekündigt. Das rief Unterstützer einer Boykott-Kampagne auf den Plan, die Künstler von Auftritten in Israel abbringen will. Die Aktivisten von BDS (Boycott, Divestment and Sanctions) wollen mit den Boykottaufrufen gegen die israelische Besatzungspolitik protestieren. Israel wirft BDS Antisemitismus vor, was die Aktivisten vehement bestreiten.

Mehrere Künstler haben sich in den vergangenen Jahren dem Boykott angeschlossen. Unter anderen sagten Lauryn Hill und Elvis Costello Konzerte in Israel ab. Die Rockband Radiohead hielt dagegen in diesem Jahr dem Druck von namhaften Künstlern wie Roger Waters und Ken Loach stand und weigerte sich, ein Konzert in Tel Aviv abzusagen.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1