"Ich war ja blutige Anfängerin und hatte bis dahin nur vor überschaubarem Publikum in Cafés gesungen. Plötzlich stand ich vor dieser Riesenkulisse, zu einem weltbewegenden Anlass", sagte sie in einem "Spiegel online"-Interview. "Dass ich als Newcomerin auf Mandelas Geburtstagskonzert in London auftreten durfte, war ein grosses Glück."

Damals im Juni 1988 stand sie im Alter von 24 Jahren beim Konzert zum 70. Geburtstag des seinerzeit noch inhaftierten südafrikanischen Politikers Nelson Mandela (1918-2013) im Londoner Wembley-Stadion mit Grössen wie Stevie Wonder, Eric Clapton und den Dire Straits auf der Bühne.

In der Zeit nach dem Konzert sei nichts mehr so gewesen wie zuvor. "Klar war ich happy, dass meine Musik bei den Menschen so gut ankam. Ich hatte aber auch Angst, weil alles so rasend schnell passierte. Und aus Ruhm mache ich mir nichts", so Chapman, die inzwischen in San Francisco lebt.

In den vergangenen Jahren ist es ruhiger um die Sängerin geworden. Sie sagt: "Ich habe mir den Luxus gegönnt, nur ausgesuchte Projekte zu machen, von denen ich wirklich überzeugt bin." Und eines sei auch klar: "Für die Rente bin ich definitiv noch zu jung."