Fritsche wird sie an 13 Abenden spielen, wie die Organisatoren am Montag mitteilten. Danach rufen wieder die ledigen Fernseh-Bauern und Fritsches Kommentar wird auf der Thuner Seebühne - wie beim französischen Original des Musicals - aus dem Off eingespielt.

"Der Erzähler rahmt die Handlung ein und stellt einen noch intensiveren Kontakt zum Publikum her. Er nimmt die Zuschauer mit in die Welt von Romeo und Julia und verkleinert so die Distanz zwischen Publikum und Geschichte. Ein schönes, verbindendes Element bei unserer doch sehr grossen Bühne", erläutert der ausführende Produzent Markus Dinhobl.

"Ich bin kein Schauspieler. Trotzdem hat mich diese Anfrage der Thunerseespiele sehr gereizt", sagt Fritsche gemäss Communiqué. Die Rolle des Brückenbauers zwischen Bühnengeschehen und Publikum gefalle ihm sehr gut.

Die Thuner Seespiele haben es sich zur Gewohnheit gemacht, eine mehr oder weniger bühnenerfahrene prominente Person als Galionsfigur zu engagieren - mit unterschiedlichem Erfolg. Der ortsansässige Teenieschwarm Luca Hänni vermochte 2013 zumindest gesanglich zu überzeugen, während Endo Anaconda letztes Jahr für seine fahrige Vorstellung viel Häme einstecken musste und das Engagement vorzeitig beendete.