Es ist das erste Studioalbum des 73-jährigen Rockmusikers seit 1992. Begleitet wird die Veröffentlichung von einer grossen Tournee mit einer riesigen Show, die Pink Floyds legendäres Werk "The Wall" mit einarbeitet.

Bei einer Konzert-Vorpremiere in New Jersey liess Waters einen grossen Ballon in Gestalt eines Schweins mit den Gesichtszügen eines spöttisch lächelnden Trump über die Zuschauer fliegen. Dazu ertönte Musik von Pink Floyd's Album "Animals". Über die Videobildschirme flimmerten kontroverse Zitate des US-Präsidenten, die Waters schliesslich in das Resümee "Fuck Trump" münden liess.

Zum weltberühmten Song "Another Brick in the Wall" füllten Kinder in orangefarbener Gefängniskleidung die Bühne, bevor sie die Overalls öffneten und darunter T-Shirts mit dem Aufdruck "Widerstand leisten" zum Vorschein kamen.

Nicht alle Songs auf dem neuen Album drehen sich um Trump, doch der Tenor ist eindeutig: Waters bewegt seit jeher die Sorge um das Schicksal des Planeten und die Frage des Menschseins. Besonders deutlich wird die Trump-Kritik in diesem Zusammenhang in dem Song "Picture That", in dem Waters dazu auffordert sich einen Politiker ohne Hirn vorzustellen. Auch mit Trump-Äusserungen als Audioschnipsel arbeitet der Pink-Floyd's-Veteran.

Das am Freitag veröffentlichte "Is this the Life We Really Want?" ist das fünfte Studioalbum des Briten, der in New York nur ein paar Blocks vom Trump Tower entfernt ein Apartment besitzt.