Fernsehen
Rigozzi als Glamour-Faktor? SP-Wermuth stört sich an Ex-Miss in SF-Arena

Ex-Miss Schweiz Christa Rigozzi ist als Befürworterin eines zweiten Strassentunnels durch den Gotthard im Polit-Talk «Arena» des Schweizer Fernsehens zu Gast. SP-Nationalrat Cédric Wermuth ärgert sich und spottet.

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Taugt gemäss Cedric Wermuth nicht als Arena Gast in Sachen Gotthard Die Tessinerin und Ex-Miss Schweiz Christa Rigozzi.jpg

Taugt gemäss Cedric Wermuth nicht als Arena Gast in Sachen Gotthard Die Tessinerin und Ex-Miss Schweiz Christa Rigozzi.jpg

Keystone

«Jetzt macht sich die Arena definitiv lächerlich», lässt sich SP-Nationalrat Cédric Wermuth auf Twitter verlauten. Hintergrund der Attacke: In der Sendung des Schweizer Fernsehens dreht sich die Diskussion am Freitagabend um den zweiten Strassentunnel durch den Gotthard. Zu Gast ist Evi Allemann (SP), Ulrich Giezendanner (SVP) und eben auch Ex-Miss Schweiz Christa Rigozzi. Wermuth versah seinen Tweet im Vorfeld mit dem bissigen Hashtag #Glarena, ein Worstpiel aus «Glamour» und «Arena»

Die Tessinerin ist Befürworterin einer zweiten Röhre und hat sich schon öffentlich über den Stau geärgert: «Stau Gotthard Tunnel gesperrt déjà-vue grrr», twitterte sie Anfang Jahr.

Rigozzi in der Arena, das passt Wermuth überhaupt nicht. In der regen Diskussion, die sein Tweet auslöste, doppelte er sogar nach. An Arena-Moderator Jonas Projer gerichtet schlug er vor, für das nächste mal könne man ja Bachelor Vujo Gavric als Moderator einladen.

Gutaussehend gleich dumm?

Für Arena-Redaktionsleiterin Marianne Gilgen ist die Kritik laut blick.ch nicht nachvollziehbar. «Ist eine gut aussehende Frau zwangsläufig inkompetent?», fragt sie. Christa Rigozzi sei mit dem Dossier bestens vertraut und vertrete die Mehrheitsmeinung ihres Kantons sehr authentisch.

SVP-Nationalrat Giezendanner hat gemäss «20 Minuten» kein Problem mit seiner Gesprächspartnerin – im Gegenteil: «Ich habe eine Riesenfreude.»

Die sympathische Tessinerin könne positiv dazu beitragen, den Bau einer zweiten Röhre auch im Volk salonfähig zu machen.

SP-Nationalrätin Evi Allemann ist überzeugt: «Es wird sicher eine spannende Debatte, in der für einmal auch ein eher ungewohnter Blickwinkel einfliessen wird.»