Schweizer Filmpreis

Regisseur Samir ärgerte sich 1998 über seinen Filmpreis

Der Schweizer Filmpreis für seinen Film "Angélique" war ein Schock: Regisseur Samir verkraftete den Erfolg damals nur mit Hilfe von Beruhigungsmitteln. (Archivbild)

Der Schweizer Filmpreis für seinen Film "Angélique" war ein Schock: Regisseur Samir verkraftete den Erfolg damals nur mit Hilfe von Beruhigungsmitteln. (Archivbild)

Als Regisseur Samir ("Iraqi Odyssey», «Snow White") 1998 den Schweizer Filmpreis für den besten Kurzfilm gewann, ärgerte er sich mächtig. «Zum Glück hatte meine Frau ihr Pharmaziestudium bereits abgeschlossen und konnte mir mit Tranquilizer aushelfen.»

Im Vergleich zum ebenfalls nominierten Spielfilm "Clandestins", hinter dem er als Produzent stand, sei der ausgezeichnete Streifen "Angélique" Nasenwasser gewesen, nannte der 61-Jährige am Mittwochabend an den Solothurner Filmtagen seine Gründe. Er habe damit gerechnet oder es sich zumindest gewünscht, dass er für den "viel relevanteren" Flüchtlingsfilm einen Preis abräumen würde. Was er nicht tat.

An der diesjährigen "Nacht der Nominationen", wo die Nominierten für den 20. Schweizer Filmpreis verkündet wurden, hatte Samir seine Ehefrau Stina Werenfels erneut an seiner Seite. Diese ist aber heute nicht mehr als Pharmazeutin, sondern als erfolgreiche Filmemacherin ("Dora oder Die sexuellen Neurosen unserer Eltern") tätig. Entsprechend teilte er seine Erinnerungen an den Erfolg von "Angélique" mit klarem Kopf.

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