Der Musiker war am Donnerstag zum Mittagessen ins Weisse Haus eingeladen worden, um über eine Gefängnisreform zu sprechen. West verwandelte den zuvor angesetzten Fototermin in eine der wohl seltsamsten Begegnungen in der Geschichte des berühmten Büros der US-Präsidenten. In grosser Geschwindigkeit sprach der Ehemann von Reality-Star Kim Kardashian minutenlang über Trumps protektionistische Handelspolitik, Schusswaffengewalt unter Afroamerikanern und "unendliche Mengen Universums".

"Das war ein Erlebnis", sagte der nahezu sprachlose US-Präsident nach Kanye Wests Monolog. "Das kam von Herzen, ich habe es nur kanalisiert", antwortete der Rapper. Der Präsident habe wohl nicht erwartet, "von so einem verrückten Scheisskerl wie Kanye West" unterstützt zu werden, sagte er, während Trumps Mitarbeiter nach Luft schnappten.

West, dessen Unterstützung für Trump untypisch für die eher linksgerichtete US-Unterhaltungsindustrie ist, deutete sogar an, er könne selber Präsident werden - allerdings erst nach einer zweiten Amtszeit Trumps im Jahr 2024.