Grossbritannien
Queen-Cousine versteht die Aufregung nicht: «Alle Leute kriegen Kinder»

Die Queen-Cousine Margaret Rhodes hält nichts vom Rummel ums royale Baby, das demnächst auf die Welt kommen wird. Die 88-jährige Lady hat in ihrem Leben schon einige königliche Geburten erlebt und kann den Medienrummel darüber nicht ganz verstehen.

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Queen-Cousine Margaret Rhodes.

Queen-Cousine Margaret Rhodes.

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Während die Klatschreporter wie gebannt die Fassade der noblen St. Mary’s-Klinik in London anstarren, hinter der demnächst das Royal Baby von Kate und William zur Welt kommen soll, ist in einem Salon in der Nähe von Schloss Windsor die Welt noch in Ordnung. In einem noblen Landhaus residiert hier die 88-jährige Lady Margaret Rhodes.

Rhodes, die als Cousine der Queen fast neun Jahrzehnte im britischen Königshaus hinter sich gebracht hat, will nicht hyperventilieren angesichts des grossen Ereignisses, das seit Wochen Souvenirverkäufer und Wettbüros reich macht. «Alle Leute kriegen Kinder», sagte sie in einem Gespräch gegenüber dem TV-Sender CNN. Und auf die Frage, ob sie nicht aufgeregt sei, entgegnet sie sehr britisch: «Nicht besonders.»

Rhodes gehört laut «Daily Telegraph» zum engsten Zirkel von Elizabeth II und wird eine echte Blutsverwandte des so sehnlich erwarteten royalen Nachwuchses sein. Sie hat in ihrem Leben schon eine Menge royaler Geburten mitbekommen. Deshalb hat sie für die jungen Eltern auch einen Tipp: «Sie sollten ihrem Kind eine vergnügte, glückliche und normale Kindheit» ermöglichen. So wie es bei Elizabeth und deren Schwester Margaret der Fall war. Das «ist absolut möglich». Es sei «eine Zeit des Lernens und Geniessens», diese Zeit müsse «unantastbar» bleiben.

Während die Queen-Vertraute auf dem Boden bleibt, heben die Wettbüros weiter ab: So sorgte etwa eine falsche Queen für Aufsehen, als sie vor dem belagerten Spital aus einer Limousine stieg, um zu Werbezwecken eine Wette abzugeben. Mehr als eine Milliarde Pfund (rund 1,15 Milliarden Euro) wurden in Grossbritannien bereits auf das Baby verwettet. Gemäss Wettbüros wird es ein Mädchen von knapp 3200 Gramm mit Namen Alexandra. Darüber kann Rhodes nur milde lächeln. (NCH)