Falschaussage

Prozess gegen «DSDS"-Gewinner Mehrzad Marashi begonnen

Ein Freund von Mehrzad Marashi behauptete, er sei am Steuer gesessen

Ein Freund von Mehrzad Marashi behauptete, er sei am Steuer gesessen

«Deutschland sucht den Superstar"-Gewinner Mehrzad Marashi muss sich seit Montag in einem Berufungsprozess vor dem Hamburger Landgericht verantworten. Wegen Anstiftung zur Falschaussage droht ihm eine Freiheitsstrafe zwischen drei Monaten und fünf Jahren, wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte.

In der Vorinstanz war der 30-Jährige zu einer Geldstrafe von 9'000 Euro verurteilt worden. Gegen dieses Urteil legte die Staatsanwaltschaft Berufung ein, weil sie eine höhere Verurteilung anstrebt.

Der angeklagte Musiker soll in der Zeit von September 2009 bis März 2010 in einem gegen ihn geführten Ermittlungs- und Strafverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis einen befreundeten Zeugen zu einer Falschaussage angestiftet haben.

Sowohl vor einem Polizisten als auch vor dem Amtsgericht Hamburg-Barmbek bekundete der Freund, dass er der Fahrer eines Autos im Juli 2009 gewesen sei und nicht Marashi. Trotz dieser Falschaussage wurde Marashi wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis zu einer Geldstrafe von 2'400 Euro verurteilt.

Der gebürtige Iraner aus Hamburg hatte im April 2010 das Finale der siebten Staffel von "Deutschland sucht den Superstar" ("DSDS") gewonnen. Seine erste Single, "Don't Believe", erreichte in der Folge Platz eins der Charts. Im August wurde seine Tournee komplett abgesagt. Als Grund nannte der Konzertveranstalter damals den "nicht zufriedenstellenden Ticketverkauf für die anvisierten Hallengrössen".

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