Seine Bayern haben am Samstag nach dem 1:0-Heimsieg gegen Stuttgart die Meisterschale erhalten und gross gefeiert – mit Feiern dürfte es für Uli Hoenss aber bald erst einmal vorbei sein. In einigen Wochen wird der ehemalige Präsident Uli Hoeness seine Sachen packen und seine Haftstrafe von 3,5 Jahren antreten müssen.

Vorgesehen war, dass er sie in der Justizvollzugsanstalt in Landsberg am Lech absitzt. Das will der 62-Jährige scheinbar vermeiden. Wie «Focus» berichtet, hat Hoeness Einspruch erhoben. Er sehe seine Privatsphäre verletzt. Der Grund liegt im «Public-Knast-Viewing», das die Gefängnisleitung für die Medien organisiert hatte. Rund 150 Presseleute durften ins Gefängnis und sich ein Bild davon machen, wie Hoeness im Knast hausen wird.

Ein zweiter Grund für die Einsprache seien Sicherheitsbedenken, verknüpft mit der Vermutung, dass Gefängniswärter oder -insassen den Medien Informationen liefern könnten.

Hoeness möchte seine Strafe allerdings in Bayern absitzen. Die Verlegung in ein anderes Bundesland lehne er ab, weil er den Eindruck einer Sonderbehandlung vermeiden wolle. (pz)