Königshaus

Prinz-Eskapaden sorgen für Zoff im belgischen Königshaus

Not amused: König Albert von Belgien (Archiv)

Not amused: König Albert von Belgien (Archiv)

Stunk im belgischen Königshaus: König Albert ist jetzt offiziell sauer auf seinen jüngsten Spross Laurent. Auslöser des ganzen Streits ist eine Reise des Prinzen in den Kongo - gegen den ausdrücklichen Willen des Königs und der Regierung.

Laurent fuhr trotzdem - und traf sich zu allem Übel auch noch mit Präsident Joseph Kabila. Das war Regierungschef Yves Leterme zu viel. Er stellte Laurent vor die Wahl: Entweder er entspreche künftig den Bitten der Regierung - oder er verzichte eben auf sein Prinzen-Gehalt von rund 300'000 Euro - in etwa so viel, wie auch der amerikanische Präsident Barack Obama verdient.

Dafür sah Laurent keinen Anlass. Sein Berater wittert vielmehr eine böswillige Kampagne und wehrt sich dagegen, dass Laurent "wie ein Kind" behandelt werde. Auch vor dem Palast machte er nicht halt: Dieser spiele in der ganzen Angelegenheit eine "bizarre Rolle". Der sonst so diskrete Palast wiederum reagierte verschnupft.

"Krieg im Palast" titelte die sonst so seriöse Zeitung "De Standaard". Und das zu einer Zeit, in der Belgien angesichts der seit fast einem Jahr andauernden Regierungskrise wirklich andere Probleme hat.

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