Prinzenhochzeit

Prinz Charles kritisiert in den USA Agrarsubventionen

Prinz Charles hält eine Rede an der Georgetown Universität in Washington D.C.

Prinz Charles hält eine Rede an der Georgetown Universität in Washington D.C.

Nach der glamourösen Hochzeit seines Sohnes William hat Prinz Charles seine royalen Pflichten wieder aufgenommen. Der englische Thronfolger reiste in die USA, wo er den Obersten Gerichtshof und einen innerstädtischen Bauernhof besuchte, der Obst und Gemüse für Bedürftige anbaut.

Am Mittwoch kritisierte Prinz Charles in einer fast einstündigen Rede staatliche Agrarsubventionen und sprach über umweltverträgliche Landwirtschaft.

Bauern sollten weniger chemische Pestizide, Kunstdünger und Antibiotika verwenden, erklärte der Prinz von Wales. Ausserdem sprach er sich für mehr Unterstützung seitens der Regierung und Unternehmen für biologische und umweltfreundliche Lebensmittelherstellung aus.

Am Dienstag hatte der Prinz von Wales die Common Good City Farm besichtigt und mit Mitarbeitern und Freiwilligen gesprochen. Die Direktorin des Farm-Projekts, Pertula George, sagte, sie habe mit Charles über das Problem der Fettsucht in den USA gesprochen und wie es zu bekämpfen sei. Der Prinz ist ein begeisterter Gärtner und zeigte sich beeindruckt von dem Bewässerungssystem des Bauernhofs, wie George weiter erklärte.

Treffen mit Obama geplant

Der Washingtoner Bürgermeister Vincent Gray beschrieb Charles als einen Visionär in Umweltfragen. Er lenke die verdiente Aufmerksamkeit auf die Arbeit der Farm. Arme Freiwillige aus der Region, die auf dem Hof arbeiten, dürfen im Gegenzug Obst und Gemüse mit nach Hause nehmen.

Zuvor besuchte Charles den Obersten Gerichtshof, wo er eine Stunde lang mehrere Richter traf. Für den Prinzen ist es der erste Besuch in den USA seit 2007. Er traf mit einem Privatjet in Washington ein, der vom texanischen Milliardär Joe Albritton zur Verfügung gestellt wurde, einem engen Freund von Charles. Geplant war ausserdem ein Treffen mit US-Präsident Barack Obama.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1