Die Verteidigungspolitiker bekämen ihre "fetten Hinterteile" nicht hoch, während die Soldaten in Afghanistan mit zweitklassiger Technik auskommen müssten, sagte der Sohn von Queen Elizabeth II. nach einem Bericht des "Daily Telegraph" unter dem Applaus von Angehörigen gefallener Soldaten.

So seien in Grossbritannien gebaute Gefechtsfahrzeuge besser gepanzert als die Fahrzeuge, die gegenwärtig in Afghanistan im Einsatz stünden. Diese Fahrzeuge müssten nur dorthin gebracht werden, sagte Andrew.

Die Bemerkungen des Prinzen, der auch britischer Beauftragter für den Aussenhandel ist, sind nicht nur ein Bruch des Protokolls, das Mitgliedern der königlichen Familie die Äusserungen politischer Ansichten verbietet. Sie bringen auch Premierminister David Cameron in die Bredouille. Der Regierungschef hatte bei der Verkündung seines Sparprogramms mit Einschnitten von acht Prozent im Verteidigungshaushalt erklärt, die Sicherheit der Soldaten in Afghanistan werde dadurch nicht beeinträchtigt.