Die Anfälligkeit für Betriebsstörungen konnte deutlich reduziert werden, wie die Lausanner Verkehrsbetriebe tl vor den Medien erklärten. Zuletzt, in der Osterwoche, erreichte die steilste Metro Europas eine Zuverlässigkeit von 99,97 Prozent.

In den ersten Monaten hatte dieser Wert zeitweise bei weniger als 97 Prozent gelegen. Mehrmals stand die Bahn mehrere Stunden still. Teilweise mussten die tl die Passagiere aus den Tunneln evakuieren.

Grund für die Pannen waren technische Schwierigkeiten bei der Übermittlung der Zugdaten. Da die Lausanner Metro vollautomatisch - das heisst ohne Fahrpersonal - fährt, spielen Informatik und Elektronik eine entscheidende Rolle für den störungsfreien Betrieb. Laut tl-Direktor Michel Joye sind die meisten dieser Probleme nun behoben.

Nächste Woche wird die Metro bereits über zehn Millionen Passagiere befördert haben. Damit liegt das Passagieraufkommen über den Erwartungen. Im Tagesschnitt nutzen zurzeit 71 200 Personen die Metro.

Gemäss einer repräsentativen Umfrage sind 80 Prozent von ihnen zufrieden mit dem neuen Transportmittel, das die Fahrzeiten im topografisch schwierigen Lausanne auf der Nord-Süd-Achse deutlich senkte. In der Umfrage gaben 6 Prozent der Passagiere an, wegen der Metro neu den öffentlichen Verkehr zu nutzen.