Allzubald rechnet er aber nicht damit, wie er in Interviews mit "Schweiz am Sonntag" und "Zentralschweiz am Sonntag" sagte. Obwohl er dem Tod schon von Kindsbeinen an mehrmals von der Schippe gesprungen sei und er seine Gesundheit in jungen Jahren schwer strapaziert habe, gäbe ihm sein Arzt "noch ein Weilchen" - denn offenbar habe er gute Gene.

Den Titel seines am Donnerstag erscheinenden Albums, "Ändspurt", will er deshalb nicht allzu wörtlich verstanden haben - obwohl zugegebenermassen viele Songs darauf von der Vergänglichkeit handeln.

Nicht einmal die Ankündigung, er gebe seine Karriere nun auf, ist bierernst gemeint: "Polo National" will zwar nicht mehr auf Tournée gehen, stellt sich aber für Gastauftritte zur Verfügung - und kriegt auch reichlich Angebote. Mit bald 71 Jahren seien seine Gagen höher denn je, wundert er sich.

Dass er nächsten Samstag den Titel "Schweizer des Jahres" gewinnen könne, glaubt Polo Hofer nicht: Dazu sei er nicht Vorbild genug.