Denn: Künstlerinnen und Künstler, die sich auf das Negative fokussieren erscheinen tiefgründiger und spannender. "Hingegen können positive Kunstwerke, die viele Menschen ansprechen und sie emotional berühren, zu schnell als scheinbar weniger intellektuell bezeichnet werden" sagt Pipilotti Rist gegenüber dem "Migros Magazin".

Auch der Umgang mit Schönheit in der Kunst sei schwieriger: "Es heisst, Schönheit sei korrupt, und die Kunst solle sich vom Kommerziellen distanzieren", moniert Rist. "Wir können die Schönheit ja nicht einfach der Werbung überlassen."

Um "das Hirn aktiv zu entspannen", brauche es Schönheit und Harmonie auch als Themen in der Kunst - und Farben. "Ja, die Farben kommen auch oft unter die Räder. Wohl, weil Farbe immer pralles Leben bedeutet."

Pipilottis Werk - sie bezeichnet ihre Videoinstallationen als "bewegte Gedichte" - "Show a Leg" ist bis 11. November im Migros-Museum für Gegenwartskunst ausgestellt.