Raucher

Peter Bichsel vermisst die Raucherwaggons der SBB

Peter Bichsel im Restaurant Kreuz in Solothurn (Archiv)

Peter Bichsel im Restaurant Kreuz in Solothurn (Archiv)

Der Schweizer Peter Bichsel feiert dieses Jahr seinen 75. Geburtstag, weshalb über den Schriftsteller und Kolumnisten zahlreiche Porträts, Interviews und auch ein Film erschienen sind. Langsam aber sicher wird der ganze Rummel Bichsel zu viel.

"Ich freue mich über einen guten Artikel. Ich freue mich auch über ein gutes Foto. Aber es wird schon zur Belästigung. Ich habe mich noch nie belästigt gefühlt durch Leute auf der Strasse. Ich freue mich, wenn sie mich grüssen und ich grüsse zurück. Ich mache den Leuten gerne eine Freude. Aber ich bin sehr müde, auch interviewmüde, völlig interviewmüde", sagt Bichsel in der Zeitschrift "via".

Der Schriftsteller geht gerne unter die Leute und fährt auch oft Zug. Aber nur zweite Klasse. "Ich fahre nicht erste Klasse. Ich mag die Leute nicht in der ersten Klasse. In der zweiten Klasse sind die Leute diskreter. Und es ist unterhaltsamer in der zweiten Klasse", sagt der 75-Jährige.

Das Rauchverbot in den Zügen hat für Bichsel einen "grauenhaften Nachteil": "Es war so schön im Raucher! Man fand da die lustigeren Leute. Jetzt sind diese Leute verstreut über den ganzen Zug", so der passionierte Raucher, der sich wohl ein wenig nach den alten Zeiten zurücksehnt.

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