Dass er so ruhig und entspannt ist, verdankt der Bandleader und Saxophonist ("Swiss Lady") also weniger dem Glauben als der Ehe. "Die Beziehung gibt mir die nötige Gelassenheit, um das hektische Musikerleben zu geniessen", sagte Lienhard der Zeitung "reformiert". "Als ich jung war, speedete ich oft wie ein Wahnsinniger herum. Heute bin ich angekommen."

Dass er seinen Beruf seit den 60er Jahren mit ungebrochenem Elan ausführen könne, verdanke er seiner "Freude an der Musik". "Das tönt banal, ist aber die Wahrheit", sagte der 69-Jährige weiter. Er habe in seiner Karriere mehrere Tiefschläge wegstecken müssen. "Die Musik versöhnte mich mit meinem Job und seinen unangenehmen Seiten."