FYYFFA
Pegasus, Flöru Ast, Mörgeli und Co. sind nervtötend

Im letzten Jahr kürte das Rockstar-Magazin J.P. Love zum nervigsten Promi der Schweiz. Und auch zur siebten Ausgabe des «Fuck You You Fuckin' Fuck Awards» sind wieder Persönlichkeiten mit Nervpotenzial nominiert.

Merken
Drucken
Teilen
77 Bombay Street Zitat des «Rockstar Magazine»: «Sie lassen die Schweizer Illustrierte zu sich nach Hause, setzen sich auf Kurt Aeschbachers Schoss und kleiden sich wie Coldplay vor fünf Jahren aber was wirklich, wirklich, wirklich nervt an 77 Bombay Street, ist der Song Lady Gaga, dessen Lyrics sogar H. P. Baxxter den Kopf schütteln liessen: 'Cause I, I love Lady Gaga / I, I love Beyoncé / I, I love Madonna (I love you) / I, I love Shakira. Ein einfaches Ermahnen reicht bei den Bündner Bieder-Poppern offensichtlich nicht mehr; sie müssen mit dem RCKSTR-Wutfinger zurechtgewiesen werden.»
10 Bilder
Sandro Cavegn «Seine Mutter hat sich vor ein paar Jahren das Leben genommen und darum hat Sandro Cavegn seinen Mister-Schweiz-2012-Titel ihr gewidmet. Aber muss er ihren Tod deswegen in jedem dritten Satz erwähnen? Und in den zwei Sätzen dazwischen irgendwas über Gott faseln? Wir habens geschnallt: Du bist religiöser als ein katholischer Priester, aber hör auf, sämtliche Interviews als Möglichkeit zur Missionierung zu missbrauchen wir schreiben schliesslich auch nicht auf jeder zweiten Seite, dass wir dich bescheuert finden.»
Christoph Mörgeli «Waren Sie kürzlich mal auf medizin-museum.uzh.ch? Nicht? Egal, seit 20 Jahren hat sich da eh nicht viel getan, wenn man nach der Optik der Website des Medizinhistorischen Museums der Universität Zürich geht. Darum und weil in der völlig überholten Dauerausstellung die Krankheit AIDS gerade mal so eben erwähnt wird und wegen Fehlleistungen als Dozent wurde der rechtskonservative SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli von der Uni Zürich gefeuert. Da im Kündigungsschreiben kaum ein herzhaftes Fuck you! stand, übernehmen wir das gerne.»
Natalie Rickli «Kaum ein Tag, an dem wir dieses Jahr auf eine Zeitungsseite geblättert oder Fernsehsendung gezappt haben, wo nicht Natalie Ricklis Gesicht zu sehen war. Oder ihr öffentliches Wettern gegen die Deutschen und all die kriminellen Ausländer generell zu lesen bzw. hören war. Immerhin: Seit ihrem Burnout im September haben wir Ruhe vom SVP-Covergirl. Trotzdem hat sie in ihren acht aktiven Monaten 2012 dermassen an unserem Nervenkostüm rumgeschnippelt, dass wir sie für mindestens einen FYYFFA nominieren können. Im Siegesfalle ist Rickli hoffentlich fit genug, um den Award persönlich entgegenzunehmen.»
Luxus «Weil die Zürcher Weststrasse beruhigt wurde, sollen die langjährigen Bewohner des Kreis 3 durch wohlhabende Yuppies und SUVs fahrende Hausfrauen ersetzt werden. Um dies sicherzustellen, werden im ganzen Stadtteil die Mieten um gefühlte 100% (mindestens!) erhöht, was das RCKSTR bekanntlich aus seiner alten Lusthöhle und unsere ehemalige Redaktions-Coiffeuse Söne ins Wohnmobil trieb. Den dafür verantwortlichen Immobilien-Haien gehört dringendst ein FYYFFA in den Rachen geschmissen, sonst kriegen diese Abzocker den Hals erst voll, wenn wir alle wie Söne im Wohnmobil auf dem Parkplatz schlafen.»
Für das Rockstar-Magazin haben diese Promis 2012 am meisten genervt
Francine Jordi «Wie gesagt: Betrogen zu werden, ist keine nette Sache. Aber Schlagerschätzli Francine Jordi ist ihrem Flöru nur auf die seitenspringerische Schliche gekommen, weil sie SMS auf seinem Handy gelesen hat. Sowas tut man nicht, auf keinen Fall, nie! Mit dieser FYYFFA-Nomination statuieren wir ein Exempel an Francine, die stellvertretend für alle SMS-des-Schatzis-Leser da draussen steht. Denken Sie daran, wenn Sie das nächste Mal mit dem Gedanken spielen, fremde Kurznachrichten zu checken: Sie sind dann auch ein potentieller Fuckin Fuck.»
Pät Schreiber «Star TV besitzt sein eigenes audio-visuelles Folterprogramm: Es heisst Pät Schreiber und moderiert die Partybreak-Beiträge der Musiksendung Lautstark. Eingekleidet von farbenblinden, metrosexuellen Laboraffen aus den 80ern, hampelt er sich koboldartig von einem schlechten Event zum nächsten und gestikuliert dabei in einer Art und Weise, die sogar für ein Broadway-Musical von George Michael zu warm wäre. Der letzte laute, unförmige Mann, bei dem wir so ein Auftreten beobachten konnten, ist hinterher in Polen einmarschiert. Wir fürchten uns vor dem Tag, an dem Pät Schreiber seine Ziele höher steckt.»
Pegasus «Die SF-Kommentatoren mussten während der Olympischen Spiele 2012 viel Kritik und Spott einstecken, doch was uns noch viel schneller auf die Sportformate ausländischer Fernsehsender zappen liess, war der offizielle Olympiasong des Schweizer Fernsehens, der ständig gespielt wurde: Skyline von Pegasus hat allen dieses sportliche Grossereignis vermiest. Und wenn wir schon dabei sind: Warum haben sämtliche Mitglieder der Bieler Band komplett beknackte Frisuren allen voran Front-Wischmopp Noah Veraguth?!»
Sons of Nature «Nach jahrelanger Anpreisung der Vorteile und Nachhaltigkeit von Bio-Produkten hatte man uns fast soweit, dass wir vom Kauf von Batteriehühnereiern etc. absehen. Dann kam Coop und engagierte Hit-Produzent Roman Camenzind, der wiederum die Sons Of Nature (echt jetzt?) zusammenwürfelte und sie den furchtbar cheesyen Track I Love (ECHT JETZT?) hat rap-sing-autotunen lassen in drei unserer vier Landessprachen, damit möglichst alle jungen Menschen angesprochen werden. Wir sind aber eher angeschissen und Bio ist drauf und dran, wieder ein massentaugliches Beleidigungswort zu werden.»

77 Bombay Street Zitat des «Rockstar Magazine»: «Sie lassen die Schweizer Illustrierte zu sich nach Hause, setzen sich auf Kurt Aeschbachers Schoss und kleiden sich wie Coldplay vor fünf Jahren aber was wirklich, wirklich, wirklich nervt an 77 Bombay Street, ist der Song Lady Gaga, dessen Lyrics sogar H. P. Baxxter den Kopf schütteln liessen: 'Cause I, I love Lady Gaga / I, I love Beyoncé / I, I love Madonna (I love you) / I, I love Shakira. Ein einfaches Ermahnen reicht bei den Bündner Bieder-Poppern offensichtlich nicht mehr; sie müssen mit dem RCKSTR-Wutfinger zurechtgewiesen werden.»

Alex Spichale

Jährlich sucht sich die Redaktion des «Rockstar» die nervigsten Schweizer Persönlichkeiten aus und nominiert sie für den «Fuck You You Fuckin' Fuck Award» (FYYFFA). Beschrieben wird er als der «bitterböse Anti-Award zu all den jährlichen GutmenSch- und du warst auch noch supertoll Awards, die wie Pilze vergeben werden.» Im letzten Jahr kam diese «Ehre» Pornostar und Moderator J.P. Love zuteil.

Dieses Jahr stehen zur Auswahl: Pegasus, 77 Bombay Street, Natalie Rickli, Christoph Mörgeli, Florian Ast, Francine Jordi, Mister Schweiz Sandro Cavegn, Pät Schreiber (Star TV), Sons of Nature (Coop-Band) und die Zürcher Immobilien-Haie.

Wer den Award dieses Jahr gewinnt, wird im Dezember bekannt gegeben. Der Award soll an der RCKSTRs-From-Hell-Weihnachtsparty am 17. Dezember im Zürcher Mascotte überreicht werden.

Die bisherigen Gewinner

2011: J.P.LOVE

2010: DJ ANTOINE

2009: CARL HIRSCHMANN

2008: BASTIEN GIROD

2007: SVEN EPINEY

2006: CHRIS VON ROHR