Mit ihrem Mann habe sie vor der Übernahme des Präsidentenamtes besprochen, was auf sie zukommen würde, sagt die Aargauerin. "Wir schauen darauf, dass wir immer wieder zusammen eine kurze Auszeit nehmen können." Private Räumen seien weniger geworden, dafür umso wichtiger.

Bruderer räumt ein, dass sich dieser Verzicht auf Privatsphäre auf ein Jahr beschränke und kompensiert werde durch "zahlreiche Begegnungen mit der Bevölkerung, die mir viel geben". Auftanken könne sie überdies in der Natur. "Wir haben eine Labradorhündin, die jeden Tag zwei Stunden raus muss."

Am schnellsten erhole sie sich in den Bergen. "Lange kann ich aber die Beine nicht hochlagern, ich bin eher der aktive Typ", so die SP-Politikerin. Bruderer wohnt zusammen mit ihrem Mann Urs Wyss im aargauischen Nussbaumen.