Für Politik interessiere er sich weiterhin sehr, erklärte Couchepin gegenüber "Tages-Anzeiger" und "Bund" vom Samstag. In seinem Kanton ist er damit nach eigener Einschätzung eine Ausnahme: Walliser interessierten sich für "den Match, den Kampf, die Konfrontation. Bei den Kuhkämpfen, im Fussball und in der Politik."

Politische Sachthemen interessierten in seinem Kanton aber ebenso wenig wie anderswo, sagte der alt Bundesrat. Die Reaktionen im Wallis auf das Schweizer Ja zur Zweitwohnungsinitiative bezeichnet er als "Geschrei", das verhallt sei.

In dem Interview korrigierte Couchepin weitere Annahmen über seine Heimat, die er für verbreitet hält: "Erstens fühlt man sich im Wallis genauso schweizerisch wie in allen anderen Kantonen. Zweitens sind die Walliser, entgegen ihrer Rhetorik, ziemlich zufrieden: Das Klima ist gut, die Kontakte sind herzlich."