Für die Bären Yuan Zi ("der Wohlbeleibte") und Huan Huan ("die Fröhliche") war auf dem Rollfeld ein roter Teppich ausgerollt worden. Die Tiere sind eine Leihgabe Chinas an den Zoo der Stadt Beauval im Département Loire-et-Cher südwestlich von Paris.

Den rund elf Stunden dauernden Flug über eine Strecke von fast 9000 Kilometern musste das Panda-Pärchen zwar im Wachzustand in getrennten Käfigen verbringen, dafür gab es aber eine erstklassige Betreuung: Spielzeuge standen für sie bereit und es gab Bambus und kiloweise Früchte, wie der Direktor des US-Logistikunternehmens Fedex, Julien Ducoup, sagte.

Aus dem Umfeld des Projekts verlautete, dass der Transfer rund 750'000 Euro kostete. Der Zoo erklärte, seit fünf Jahren werde an dem Projekt gearbeitet. Die Überführung sei wie eine Reise wichtiger Persönlichkeiten gewesen. Auch der chinesische Botschafter war bei ihrer Ankunft anwesend.

Nach der Landung wurden die Pandas auf einem Lastwagen und unter Polizeischutz zu ihrem neuen Heim gebracht, wo sie zehn Jahre bleiben sollen. Dort erwarten sie mehrere Gehege im Freien und im Innenraum sowie Bambus nach Belieben.

Ihr chinesischer Betreuer, Zhang Hao, wird zur Beobachtung die ersten sechs Monate bei ihnen in Frankreich bleiben. Ab dem 11. Februar werden die Pandas für die Öffentlichkeit im Zoo von Beauval zu sehen sein. Die Zoo-Leitung rechnet mit rund 100'000 zusätzlichen Besuchern pro Jahr.

Yuan Zi und Huan Huan sind die ersten in Frankreich empfangenen Pandas seit 1973. Damals schenkte die chinesische Regierung Frankreich ein Panda-Pärchen.

Weltweit leben noch rund 1600 Pandas in freier Wildbahn. Etwa 300 leben in Gefangenschaft, die meisten von ihnen in China. Peking betreibt seit einigen Jahren eine regelrechte "Panda-Diplomatie" und verlieh in den vergangenen Jahrzehnten dutzende Tiere an andere Länder.