Von ihm könnte die Wirtschaft nicht leben, so Grübel im Interview mit der Zeitschrift "Schweizer Illustrierte". "Ich beneide manche Leute: Was denen alles einfällt, um Geld auszugeben", sagt der Banker. Im Vergleich dazu sei er armselig.

Auf die Frage, was denn dereinst mit seinem Vermögen passiere, antwortet der in Ostdeutschland geborene Grübel: "Das schöne am Geld ist, dass man es verschenken kann."

Wecker klingelt um sechs Uhr

Auch wenn sein Rücktritt als Chef der Grossbank UBS bereits drei Monate zurückliegt, stellt Grübel seinen Wecker immer noch auf sechs Uhr. "Aber wenn er klingelt, weiss ich, dass ich noch nicht aufstehen muss", schwärmt er. Das sei fantastisch.

Gefragt nach seinen Zukunftsplänen, spricht der Zigarren- und Weinliebhaber von "so vielen Sachen", die ihn interessierten. Wichtig sei aber, dass man immer bei dem bleibe, was man wirklich könne und beherrsche.

"Ich wäre gerne Künstler", sagt Grübel. Aber obwohl er schöne Formen und Design liebe, habe er wohl keine Begabung dazu. "Ich glaube, ich könnte Rechtsanwalt sein oder Anthropologe oder Zukunftsforscher. Ja das wär was. Und Journalismus würde mir auch gefallen."

Nicht in Frage käme für ihn der Posten eines Bundesrats. Natürlich habe er die jüngsten Bundesratswahlen mitverfolgt, sagt Grübel. "Das ist ja wirklich ein harter Job, ich weiss nicht, wieso die sich darüber streiten, Bundesrat zu werden."