In seinem Buch "Die dunkle Seite des Lichts", das Anfang September erschienen ist, verarbeitet der ehemalige Politprovokateur die für ihn traumatischen Ereignisse um seine Abwahl und die erholsame Zeit danach. "Zuvor überlebte ich nur", sagte Freysinger dem "Blick". "Ich war eingezwängt zwischen Drohungen und Beschimpfungen. Dabei verlor ich mich."

Seit seinem Untertauchen - dazu hatte sich der 58-Jährige bewusst entschieden, weil er nicht "als Politleiche vorgeführt werden wollte" - sei er ein anderer Mensch geworden. So schreibe er etwa wieder Gedichte, und auch seinen Platz in der Familie, von der er sich als Politiker entfremdete, hat er wieder gefunden. "Ich werde nie mehr für irgendein Amt kandidieren", ist sich der Walliser sicher. Dass er sich mal wieder in einem Abstimmungskampf engagiere, schliesst er allerdings nicht aus.