Katzenfrau

Opernsängerin Noëmi Nadelmann liebt die Finsternis

Gute Augen in der Dunkelheit: Nadelmann

Gute Augen in der Dunkelheit: Nadelmann

Noëmi Nadelmann ist ein Star in der klassischen Musikszene. Ob auf der Opernbühne, oder wie einst als Jury-Mitglied der Casting-Show MusicStar: Nadelmann steht oft im Rampenlicht. Den dunkleren Seiten ist sie aber auch nicht abgeneigt.

"Ich liebe die Finsternis", sagt Noëmi Nadelmann in der "Schweizer Familie". Der Grund dafür ist aber nicht die Faszination für das Böse. "Ich sehe gut in der Dunkelheit", erzählt die 47-Jährige.

Und zwar so, wie ihr Lieblingstier, die Katze." Ich liebe Raubkatzen. Ihre Kraft und ihre Eleganz. Man sagt mir auch nach, meine Bewegungen hätten etwas Katzenartiges."

Die Finsternis im Leben kennt die Opernsängerin aber auch. Mit 28, nach drei Jahren Ehe, liess sie sich von ihrem Mann scheiden. "Ich war unendlich traurig. Ich brauchte ein Jahr, bis ich mich wieder gefangen hatte. Ich habe mit niemandem darüber gesprochen und habe mich in die Arbeit gestürzt."

Die Finsternis hat sie heute zurückgelassen, im Leben und auch auf der Bühne: "Als junge Sängerin hat mich das fasziniert, Menschen darzustellen, die zerbrechen." Heute jedoch sagt die Mutter einer 15-Jährigen Tochter, "zieht mich die menschliche Grösse viel mehr an. Menschen, die etwas gemeistert haben und daran nicht zerbrochen sind. Und die kann ich jetzt auch immer mehr auf der Bühne verkörpern."

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