Es gebe Zeiten, da höre er nur, was er hören müsse, erzählt der 64-Jährige im "Migros-Magazin". Sonst sei er nicht mehr frisch und es mache ihm keine Freude mehr. "Man stelle sich vor, ich stiege ins Auto und Frau Bartoli rieselte mir etwas vor. Ich komme nach Hause, wo Frau Netrebko singt, gehe zu Bekannten und höre Maria Callas." Das könne nicht funktionieren.

Als junger Mann ging der Klassikliebhaber zwar genau so oft in die Disco "wie jeder andere meiner Generation" auch. "Doch es ist nicht leicht, fünf Stunden die Meistersinger von Nürnberg zu hören und dann in die Disco zu gehen", so Pereira.

Im Juni verlässt der gebürtige Wiener Zürich nach 21 Jahren Richtung Salzburg. Dort tritt er die Intendanz der Salzburger Festspiele an.