Kriegsspiele

Noriega will für seine «Mitwirkung» in PC-Game bezahlt werden

Manuel Noriega, links in echt, rechts im Spiel (Archiv/Screenshot)

Manuel Noriega, links in echt, rechts im Spiel (Archiv/Screenshot)

Manuel Noriega, Panamas inhaftierter Ex-Machthaber, hat einen juristischen Feldzug gegen das Kriegsspiel «Call of Duty» gestartet. Er fordert Entschädigung, weil zu den Protagonisten in «Call of Duty: Black Ops 2» ein mieser Schurke zählt, der ihm ähnelt.

Nach Angaben des US-Magazins "Courthouse News" hat der 80-Jährige vor einem Gericht in Los Angeles Klage gegen die Firma Activision Blizzard eingericht. Figuren im Spiel bezeichnen Noriega, dessen Name tatsächlich fällt, als "Stück Scheisse", "Arschloch" und "altes Ananas-Gesicht", berichtet die Spiele-Website kotaku.com.

Noriega herrschte in Panama von 1983 bis zu einer US-Invasion 1989. Der einstige CIA-Informant verbrachte wegen Drogendelikten zwei Jahrzehnte in US-Gefängnissen und anschliessend zwei Jahre in französischer Haft. Derzeit sitzt er wegen der Ermordung politischer Gegner in Panama hinter Gittern.

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