Saudi-Arabien

Nicki Minaj sagt Konzert in Saudi-Arabien aus Protest ab

US-Rapperin Nicki Minaj bei einem Auftritt in Los Angeles im Sommer 2018. (Archivbild)

US-Rapperin Nicki Minaj bei einem Auftritt in Los Angeles im Sommer 2018. (Archivbild)

Aus Protest gegen Menschenrechtsverletzungen in Saudi-Arabien hat US-Rapperin Nicki Minaj ein Konzert in dem konservativen Königreich abgesagt. Sie wolle so eine Zeichen für die Rechte von Frauen, Homosexuellen und die Meinungsfreiheit setzen, sagte sie am Dienstag.

Die für aufreizende Musikvideos bekannte Sängerin hätte kommende Woche als Hauptakt bei einem Festival in der saudiarabischen Stadt Dschidda auftreten sollen. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Foundation rief sie vergangene Woche auf, ihren Auftritt abzusagen. Minaj solle ihre Bekanntheit vielmehr dafür nutzen, die Freilassung inhaftierter Frauenrechtsaktivistinnen in dem Königreich zu fordern.

Menschenrechtsorganisationen kritisieren die Zustände im erzkonservativen Saudi-Arabien immer wieder scharf. So hat Amnesty International Riad vorgeworfen, hart gegen Regierungsgegner vorzugehen. Für Frauen gelten in dem Land strikte Beschränkungen.

Zugleich hat der umstrittene Kronprinz Mohammed bin Salman in gewissen Bereichen eine Liberalisierung angestossen, unter anderem in der Unterhaltungsindustrie. So hat Saudi-Arabien Kinos erlaubt.

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