Gedanken

«Nicht täglich, aber zunehmend»: Mario Adorf denkt ans Sterben

Eins ist klar: Schauspieler Mario Adorf würde sich ganz sicher nie mit Sterbehilfe "wegmogeln". (Archivbild)

Eins ist klar: Schauspieler Mario Adorf würde sich ganz sicher nie mit Sterbehilfe "wegmogeln". (Archivbild)

Schauspieler Mario Adorf ("Die Blechtrommel") macht sich nach eigenen Worten immer häufiger Gedanken übers Sterben. «Wird dir eine schwere Krankheit zuteilwerden, wirst du leiden müssen? Darüber denke ich schon nach, nicht täglich, aber doch zunehmend.»

Über den Tod an sich denke er jedoch weniger nach, sagte der 88-Jährige den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Der ist eine Tatsache, die für mich, der ich ja nicht gläubig bin, auch eine Endgültigkeit hat. Ich glaube nicht, dass da noch was kommt", sagte der gebürtige Zürcher. Seinen Tod wolle er eines Tages "gerne bewusst miterleben". "Das hat vielleicht schon wieder mit dem Beruf zu tun, der ewige Zwang des Schauspielers, sich beobachten zu müssen."

Sterbehilfe kommt nach seiner Darstellung auch bei einer schweren Krankheit für ihn nicht infrage. "Also ich würde mich nicht wegmogeln, wenn es nicht schön wird. (...) Ich würde das Sterben schon so akzeptieren, wie es mir widerfährt", sagte er. Doch vorerst hält er sich für Film und Fernsehen ein "Türchen offen": "Wenn noch eine schöne Rolle kommt, warum soll ich sie nicht spielen, solange es noch geht. (...) Wenn ich mir keine Texte mehr merken könnte oder mich vor die Kamera schleppen müsste, würde ich lieber ganz aufhören."

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