Körperpflege

Neuenburger Fusspflege-Doktorfische sind arbeitslos geworden

Pedicure-Experten: Doktorfische knabbern abgestorbene Hautpartikel weg (Archiv)

Pedicure-Experten: Doktorfische knabbern abgestorbene Hautpartikel weg (Archiv)

Pedicure der anderen Art: In einer Neuenburger Bar konnten sich die Gäste nebenbei noch die Füsse pflegen lassen - durch sogenannte Putzer- oder Doktorfische, welche abgestorbene Hautpartikel wegknabbern. Nun hat der Kantonstierarzt sein Veto eingelegt.

Neben tierschützerischen Überlegungen führt Kantonstierarzt Pierre-François Gobat das Fehlen einer Bewilligung an. Die Chancen, eine solche zu erhalten, seien allerdings gering, sagte er am Mittwoch zu einer Meldung in der Tageszeitung "L'Express".

Pedicure durch Doktorfische ist laut Gobat auch in der Schweiz zu einer Modeerscheinung geworden. Das Bundesamt für Veterinärwesen sah sich deshalb veranlasst, die Vorschriften für den Einsatz dieser kleinen Karpfenfische zu präzisieren.

Demnach dürfen diese nur für medizinisch indizierte Behandlungen eingesetzt werden, wobei es laut Gobat auch in diesem Fall zahlreiche Auflagen zu beachten gilt. Gerade bei Hauterkrankungen wie Psoriasis leistet Dr. Fisch gute Dienste. Ihn zur normalen Fusspflege einzusetzen, sei gegen das Tierwohl.

Der Neuenburger Barbetreiber hatte seit Mitte Dezember 80 Fische im Einsatz. Um den Tieren nicht zuviel zuzumuten, setzte er sie nur zweimal pro Woche auf die Hornhaut der Gäste an.

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