Gastronomie

Nationalrat Daniel Vischer kämpft für Espressino-Bars

Nationalrat Daniel Vischer (Archiv)

Nationalrat Daniel Vischer (Archiv)

Nichts habe ihn diesen Monat mehr betrübt, «als das Gerücht, die beiden 'Espressino'-Bars im Hauptbahnhof Zürich verschwänden nächstes Jahr», sagt der grüne Zürcher Nationalrat Daniel Vischer.

Seit seiner Eröffnung sei das "Espressino 1" seine Lieblingsbar in Zürich, schreibt Daniel Vischer in der "Basler Zeitung" vom Dienstag. Mit seiner Vorliebe steht der grüne Politiker allerdings nach eigenem Bekunden ziemlich einsam da. Denn: "Abertausende, die täglich die zentrale Rolltreppe hoch- oder runterfahren, ahnen nicht einmal, welche Trouvaille unter ihnen haust."

Lange Zeit habe er in seiner Bar den ersten Kaffee getrunken und in der NZZ mindestens "den glänzenden Fussballteil" gelesen. Ganz in der Nähe war damals seine Anwaltskanzlei. Aber auch nachher blieb die Bar "mein Ort für Treffs und den Apero".

Eine In-Bar sei das "Espressino" nicht, betont Vischer. Es lebe von seinen Stammgästen, morgens und abends, von leider immer weniger Pendlern und Passanten, von Rentnern, skurrilen Geschöpfen, die stundenlang dort verweilen.

Schliessen solle die Bar, "weil der neue unterirdische Megabahnhof und Megakaufraum neue Passantenwege erzeugt", bedauert Vischer. Sollte seine Lieblingsbar tatsächlich verschwinden, wüsste Vischer im Hauptbahnhof keinen Ort, wo es sich für mehr als drei Minuten hinzugehen lohnte. "Dabei ist der Bahnhof die Visitenkarte einer Stadt."

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