"Ich bin stolz, weil es ein langer Weg in Gedanken war", sagte die 29-Jährige der Deutschen Presse-Agentur in Wien. Seit sieben Jahre schlummere die Idee in ihr. Eine Goldschmiede-Lehre brach sie zwischenzeitlich ab, liess sich aber trotzdem nicht beirren.

Von Kritikern, die jeden ihrer Schritte hämisch kommentierten, wolle sie sich ihre Berufswahl nicht schlechtreden lassen. "Ich will dem Staat nicht zur Last fallen und von Steuergeld leben." In Österreich wird Kampusch immer wieder angefeindet, weil sie mit ihrem Schicksal Geld verdiene.

Fünf Teile, darunter eine Kette und Ohrringe, verkauft Kampusch nun ab September. Die Blume - als Symbol ihres eigenen Lebens - zieht sich als Motiv durch die Stücke. "Sie zeigt den Knick in meinem Leben am Anfang und dann den Bogen nach oben und die Freiheit." Ein Teil der Einnahmen soll gespendet werden.

1998 war Kampusch auf dem Schulweg entführt und mehr als acht Jahre lang in einem Keller gefangengehalten worden. Im August 2006 gelang der damals 18-Jährigen die Flucht. Stunden später wurde der Entführer von einem Zug überfahren.

Die Zeit ihrer Gefangenschaft will sie nun endgültig hinter sich lassen und nicht mehr darüber reden. "Ich bin einfach froh, weil es ja nicht sicher war, ob ich das Ganze überleben würde."