Maoris begrüssten ihn in der Hauptstadt Wellington mit dem Hongi, der traditionellen Begrüssungszeremonie. Dabei werden Stirn und Nasen aneinandergedrückt, um den Atem auszutauschen und damit die Freundschaft zu besiegeln.

Neuseeland sei geehrt und begeistert über Prinz Harrys Besuch, sagte Regierungschef John Key. "Er wird hier einige Herzen schmelzen lassen", meinte der Politiker. Der Prinz mit dem bubenhaften Charme ist noch nicht verheiratet. Am Flughafen hielten ein paar weibliche Fans Schilder hoch: "Marry me - heirate mich", stand darauf.

Gegner einschüchtern

Einen Vorgeschmack auf den traditionellen Kriegstanz, den Haka, bekam Harry bei einer Darbietung im Anwesen des Generalgouverneurs auch. Berühmt haben ihn neuseeländische Sportler gemacht, die damit vor Spielauftakt versuchen, ihre Gegner einzuschüchtern. Am Mittwoch lernt Harry selbst, bei weit aufgerissenen Augen bedrohlich mit der Zunge zu wackeln. Die Armee will ihm eine Haka-Lektion erteilen.

Harry ist zum ersten Mal in Neuseeland. Er kam aus Australien, wo er zum Abschuss seiner zehnjährigen Militärkarriere für vier Wochen unter anderem mit australischen Soldaten Anti-Terror-Einsätze übte. Deshalb hat er seine erste Nichte auch noch nicht gesehen: Prinzessin Charlotte, die Tochter seines Bruders William.

Karte für Charlotte

Sie wurde am 2. Mai in London geboren und stiess Harry in der Thronfolge auf Platz fünf zurück, nach dem Sohn von Königin Elizabeth, Prinz Charles, Prinz William, dessen Sohn Prinz George und nun Prinzessin Charlotte.

Bei einem Empfang am Amtssitz von Generalgouverneur Jerry Mateparae, der Königin Elizabeth II. in Neuseeland als Staatsoberhaupt vertritt, überreichte ihm ein Mädchen eine Karte für Charlotte. Harry steckte sie in seine Tasche und versprach, sie mit nach London zu nehmen.