Es zickt gewaltig im Camp der Miss Universe-Kandidaten. Spätestens seit «Germanys next Topmodel» wissen wir, dass dies eigentlich ein dauerzustand ist. Doch dass dieser Dauerzustand staatspolitische Auswirkungen haben wird, davon träumten die Missen wohl weder vor noch nach dem Abschminken. Und das ganze «Missverständnis» nur wegen eines Selfies.

Doch was ist passiert? Ein Selfie geistert durch die sozialen Medien. Es zeigt vier Miss Universe-Kandidatinnen. Nebst Miss Japan und Miss Slowenien lächeln auch noch Miss Libanon und Miss Israel in die Handykamera - und genau das ist das Problem. Spätestens seit dem Libanonkrieg im 2006 sind Isreal und Libanon gar nicht gut aufeinander zu sprechen. Zwar endete der Konflikt mit einem Waffenstillstand, doch wirklich vertrauen herrscht zwischen den Nachbarländern nach wie vor nicht.

Dieses Selfie scheint nun diesen Konflikt wieder anzuheizen. Miss Libanon soll gar ihr Krönchen zurückgeben forderten laut israelischen Zeitungen diverse Libanesen. Doch wie kam es überhaupt zu diesem «missglückten» Foto? Miss Libanon Saly Greige erklärt auf Facebook, dass sie seit dem ersten Tag versuche, weder mit Miss Israel auf einem Foto zu sein noch mit ihr kommunizieren zu müssen. Miss Israel hätte dies aber mehrmals versucht. Dann kam es plötzlich zum «Desaster»: «Ich machte ein Foto mit Miss Japan, Miss Slowenien und mir als plötzlich Miss Israel dazwischen sprang, ein Selfie machte und es auf Facebook stellte.»

Miss Libanon entschuldigt sich auf Facebook

Die israelische Miss Doron Matalon, die nebst gut aussehen anscheinend auch gut in Selfies «springen» kann, fand die Geschichte allerdings nicht ganz so lustig. «Es erstaunt mich nicht, macht mich aber immer noch traurig», schreibst sie auf Greiges Kommentar. «Schade, dass du die Feindseligkeiten für drei Wochen nicht aus dem Spiel lassen kannst für eine einmalige Lebenserfahrung, bei der wir Mädchen aus der ganzen Welt treffen können, auch aus dem Nachbarland.»

«Es überrascht mich nicht aber macht mit immer wieder traurig», schreibt Doron Matalon auf Facebook

Miss Isreal reagiert

«Es überrascht mich nicht aber macht mit immer wieder traurig», schreibt Doron Matalon auf Facebook

Vielleicht versöhnen sie sich ja noch, denn bis zur Kür am 25. Januar werden sie sich wohl oder übel über den Weg laufen.