Das sagte der legendäre Modeschöpfer der französischen Zeitschrift "Le Point". Nun sässen "100 dieser Neonazis im Parlament", weil Merkel die deutsche Geschichte "vergessen" habe.

Die Bundeskanzlerin habe bei ihrer Flüchtlingspolitik ein "gutes Bild" abgeben wollen, sagte er. Als "Pastoren-Tochter" ertrage Merkel die Verbrechen der Nazis nicht. "Das Paradoxe daran ist, dass Merkel das Böse an die Macht befördert, während sie es reparieren will."

"Wenn das weitergeht, gebe ich die deutsche Staatsangehörigkeit auf", sagte der seit 1952 in Paris lebende Lagerfeld. Allerdings wolle er auch kein Franzose werden. Er möge Nationen nicht und fühle sich als Kosmopolit - und "hanseatisch", fügte der in Hamburg geborene Chanel-Chefdesigner hinzu.

Bereits im November hatte sich Lagerfeld im französischen Fernsehsender C8 ablehnend über die Zuwanderung von Muslimen geäussert. Nach dem Mord von Nazi-Deutschland an Millionen Juden könne die Bundesregierung heute nicht "Millionen der schlimmsten Feinde" der Juden ins Land holen.

Die Äusserung sorgte auch für Kritik. Bislang hatte Lagerfeld aber noch nie gesagt, dass er seinen deutschen Pass zurückgeben wolle.