Geburtstag
Mister Universum wird 65: Vom Terminator zum Governator und zurück

Schauspieler und US-Politiker Arnold Schwarzenegger feiert heute seinen 65. Geburtstag. Der ehemalige Mister Universum mit österreichischen Wurzeln ist aber noch nicht reif für den Ruhestand. Zurzeit schreibt er sein Memoiren.

Gregor Waschinski
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Schwarzeneggers Rollenwechsel vom Terminator zum Gouvernator
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Der Bodybuilder 1976
Conan der Barbar
Terminator
Wahlkämpfer 2003
Wahlfeier 2003
Der Gouverneur 2003
Der Gouverneur 2009
Film-Comeback 2012: Gemeinsam mit Schauspiel-Rivale Sylvester Stallone

Schwarzeneggers Rollenwechsel vom Terminator zum Gouvernator

Keystone

Im Oktober sollen sie in den Handel kommen. «Total Recall» heisst das Werk, die «totale Erinnerung». Der Untertitel klingt nicht weniger bombastisch: «Meine unglaublich wahre Lebensgeschichte».

Womöglich kommt selbst Schwarzenegger der Aufstieg aus der österreichischen Provinz in die Glamour-Welt Hollywoods und an die politische Spitze Kaliforniens manchmal ungeheuerlich vor. Zur Ruhe setzen will sich der einstige «Mister Universum», der heute 65 Jahre alt wird, noch lange nicht.

«Ich höre nie mit etwas auf», sagte Schwarzenegger Anfang vergangenen Jahres dem US-Magazin «Esquire», nachdem seine Amtszeit als Gouverneur zu Ende war: «Ich habe mit Bodybuilding angefangen und mache noch immer Bodybuilding. Ich habe mich der Schauspielerei verschrieben und ich schauspielere noch immer.»

Schliesslich sei er in die Politik gegangen und wolle nun auch weiter der Allgemeinheit dienen, sagte Schwarzenegger. Als Sohn eines Polizisten in dem Ort Thal bei Graz zur Welt gekommen, machte er zunächst als menschliche Kraftmaschine Karriere.

Im Alter von 20 Jahren wurde er 1967 der bis dato jüngste «Mister Universe» aller Zeiten, weitere Titel sollten folgen. 1968 wanderte er nach Kalifornien aus und verwirklichte dort den amerikanischen Traum: Mit einem Versandhandel für Bodybuilding-Produkte und Investitionen in Immobilien brachte er es zum Millionär.

An der Universität Wisconsin machte Schwarzenegger einen Abschluss in Wirtschaft. Als wahrer Traum schwebte dem Selfmade- Mann, dessen österreichischer Akzent im Englischen damals noch heftiger war, Hollywood vor. In seinem Erstlingswerk «Hercules in New York» (1970) spielte er noch unter einem Künstlernamen – Arnold Strong.

Gesellschaftlicher Aufstieg

Anfang der 80er-Jahre gelang Schwarzenegger, der nie eine professionelle Schauspielausbildung durchlaufen hatte und auf die Figur des muskelbepackten Action-Helden festgelegt war, dann mit «Conan the Barbarian» der Durchbruch. Legendär ist seine Rolle als aus der Zukunft geschickte Killermaschine in der «Terminator»-Reihe.

Den gesellschaftlichen Aufstieg schaffte der Polizistensohn, als er das Herz einer Tochter aus der berühmtesten US-Politdynastie eroberte: Schwarzenegger heiratete 1986 Maria Shriver, die Nichte des früheren Präsidenten John F. Kennedy. Während die Kennedys Demokraten sind, stand der Schauspieler schon damals den Republikanern nahe und unterstützte deren Präsidenten Ronald Reagan.

Als «Governator» mässig erfolgreich

Im Oktober 2003 gewann Schwarzenegger, der seit 1983 US-Bürger ist, vorgezogene Gouverneurswahlen in Kalifornien. Auch Vorwürfe der sexuellen Belästigung, gegen die er sich in der Schlussphase wehren musste, konnten ihm den Weg zum Sieg nicht verbauen. In seiner Amtszeit verschrieb er sich vor allem dem Umweltschutz.

An der Sanierung der desaströsen Staatsfinanzen Kaliforniens scheiterte der «Governator» aber. Wenige Monate nach dem Ende seines Mandats zerbrach auch die scheinbar heile Familienwelt Schwarzeneggers. Im Mai 2011 machten Schwarzenegger und Shriver, die vier gemeinsame Kinder haben, ihre Trennung öffentlich.

Kurz darauf wurde bekannt, dass Schwarzenegger mit einer Hausangestellten ein uneheliches Kind hat.