Miss-Schweiz-Wahl

Missen-Chef denkt an Verkauf der Marke «Miss Schweiz»

Miss Schweiz Alina Buchschacher ist ein Morgenmuffel

Miss Schweiz Alina Buchschacher ist ein Morgenmuffel

Weil das Schweizer Fernsehen die Miss-Schweiz-Wahl nicht mehr aussstrahlen will, hat die Marke «Miss Schweiz» an Wert verloren. Der Inhaber der Miss Schweiz Organisation AG, Christoph Locher, denkt nun über einen Verkauf nach.

«Wir müssen nun viele Gespräche führen. Bis wir entscheiden wie es weitergeht, kann es Monate dauern», sagt Christoph Locher gegenüber der Zeitung «Der Sonntag». Er ist Inhaber der Miss Schweiz Organisation AG und hält 90% der Aktien. Die anderen 10% besitzt Missen-Mami Karina Berger.

Seit die Unterhaltungs-Chefs von SF, RSI und RTS am Freitagmittag das Aus der Missen-Live-Show bekannt gaben, sind die Aktien im Sturzflug. Denn nun ist offen, welche Sponsoren weitermachen und welcher Privatsender sich die aufwendige Show leisten kann.

Eine Miss-Wahl-Produktion kostete bisher jeweils rund eine Million Franken. Davon konnten mit Werbung, Sponsoring und Telefon-Voting rund eine halbe Million eingenommen werden - der Rest war gebührenfinanziert.

Turbulente Zeiten

Und in diesen turbulenten Zeiten, denkt Christoph Locher jetzt gar laut über einen Verkauf seiner AG nach: «Es ist uns von mehreren Seiten Interesse an einer Übernahme der Miss Schweiz Organisation signalisiert worden. Ein Verkauf ist eine von vielen möglichen Optionen.»

Vor sechs Jahren hatten die Aktien von Locher und Berger gemäss Schätzungen noch rund vier Franken Millionen Wert - und jemand wäre bereit gewesen, viel Geld in die Zukunft der Marke Miss-Schweiz zu investieren: «Wir würden gern bei der Miss-Schweiz-Organisation einsteigen. Ob durch eine Beteiligung, eine Übernahme oder eine enge Kooperation, sei dahingestellt», sagte Verleger-Tycoon und Hauptaktionär der Mister-Schweiz-Organisation, Jürg Marquard damals in einem Interview. «Ich bin überzeugt, dass wir damit den beiden Marken noch mehr Kraft geben könnten. Für eine Hochzeit braucht es aber immer Zwei.»

Locher lehnte Marquards Angebot bis jetzt immer ab.

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