Unterwegs
Milena Moser über aufschlussreiche Gespräche im Zug durch die USA

Im Zug von Los Angeles nach Chicago hat sich der Blick der Schweizer Schriftstellerin Milena Moser auf die Amerikaner verändert. "Das war 2016, also vor den Präsidentschaftswahlen. Ausnahmslos alle Mitreisenden entschuldigten sich für Trump, damals schon."

Merken
Drucken
Teilen
Die in den USA lebende Schweizer Schriftstellerin Milena Moser liebt spannende Gesprächspartner im Zug - Nörgler dagegen bringen sie auf die Palme. (Archivbild)

Die in den USA lebende Schweizer Schriftstellerin Milena Moser liebt spannende Gesprächspartner im Zug - Nörgler dagegen bringen sie auf die Palme. (Archivbild)

Keystone/GAETAN BALLY

Auf der viertägigen Reise sei sie bei jedem Essen mit anderen Leuten zusammengesetzt worden, erzählte die 55-jährige Bestseller-Autorin dem "Globetrotter-Magazin". "Ich habe noch nie mit Fremden so schnell so tiefe Gespräche geführt." Man habe nicht nur über Politik, sondern beispielsweise auch über die Frage, ob Marihuana paranoid mache, diskutiert.

Milena Moser, die seit einiger Zeit in New Mexico, USA, lebt und 2018 den Roman "Land der Söhne" veröffentlicht hat, liebt solche Reiseerlebnisse. Aus der Fassung bringen sie unterwegs dagegen "nörgelnde Mitreisende, Landsleute, die sich schlecht benehmen und Schnäppchenjäger".