Humor

Mike Müller: «Es muss nicht immer alles lustig sein»

Einzig das Gezeigte zählt: Mike Müller (Archiv)

Einzig das Gezeigte zählt: Mike Müller (Archiv)

TV-Zuschauer des SF-Formats «Giacobbo/Müller» haben grundsätzlich mehr zu Lachen als einer der Präsentatoren selbst: «Ich lache nicht, wenn ich mir die Sendung nach der Ausstrahlung anschaue», sagt Mike Müller (46) im Interview mit der «Berner Zeitung».

Er sehe sich den satirischen Wochenrückblick auch nicht zur Unterhaltung an, stellt der in Olten aufgewachsene Grenchener klar, "sondern als Qualitätskontrolle". Der Humor in der Sendung sei aber schon sein Humor. "Uns wird nichts aufgezwungen."

Es sei zudem "krass", wie einen das Gefühl täuschen könne, sagt der Komiker und Schauspieler. "Ich sitze in der Show und hab das Gefühl, läck, heute läufts gut, das Tempo ist perfekt, die Pointen sitzen. Später, zu Hause vor dem Fernseher, merke ich: Dem war leider nicht so."

Es sei wie bei der Schauspielerei. "Es interessiert niemanden, wie sich der Schauspieler fühlt, einzig das Gezeigte zählt." Prinzipielle Tabuthemen kenne er dabei nicht. "Aber wem fällt schon etwas Lustiges zu einer Vergewaltigung ein?" Sowieso müsse ja nicht immer alles lustig sein, findet Müller.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1