Die Kinder wollten die genaue Position des Weihnachtsmanns auf seiner Route beim Austeilen der Geschenke erfahren. Die Präsidentengattin hatte die Telefonleitung, die normalerweise zur Leitstelle nach Colorado führt, am Freitagnachmittag (Ortszeit) direkt in ihr Ferienhaus in Kailua auf Hawaii umleiten lassen.

Während ihr Mann Barack mit den beiden Töchtern Malia und Sasha einen Strandausflug machte, nahm sie Gespräche der Kleinen entgegen, die sehnsüchtig auf den Weihnachtsmann warteten. Der liefert in den USA die Geschenke traditionell erst am Weihnachtsmorgen (Samstag) ab.

Aber erst "nachdem jedes Kind schlafen gegangen ist. Sie müssen fest schlafen, bevor er kommt", wie die First Lady etwa dem kleinen Trevin erzählte.

Rentier Rudolfs Nase auf dem Radar

Etwas genauer wollte es Seth wissen: "Ist Rudolph (das Rentier) dabei?", fragte er. "Ja, Rudolph zieht den Schlitten", antwortete Frau Obama. Das könne man an dem kleinen roten Punkt auf dem Radar erkennen, der offensichtlich Rudolphs Nase sei.

Während Michelle Obamas Telefonschicht war der Weihnachtsmann offenbar gerade in Afrika. Er flog demnach von Südafrika über Namibia nach Zentralafrika, dann nach Kamerun und Algerien.

Bei ihren letzten Gesprächen hatte er es dann mit "seinem Schlitten voller Geschenke" nach Rom geschafft, wie sich aus der vom Weissen Haus veröffentlichen Mitschrift ergibt. "Es gibt keinen klaren Pfad", verriet Obama dem kleinen Sean.

Ist der Job der First Lady hart?

Ein kleiner Junge namens Austin war allerdings mehr an der Präsidentengattin selbst interessiert als am Weihnachtsmann. Ob der Job einer First Lady hart sei, wollte er wissen, mit so vielen Sicherheitsleuten und dann noch mit Barack Obama als Ehemann.

"Er ist ein ziemlicher guter Typ", verriet Michelle Obama und plauderte weiter: "Es ist ziemlich einfach, mit ihm verheiratet zu sein. Er ist schon irgendwie lustig, es macht Spass, mit ihm herumzuhängen."