Vorfreude

Michael Douglas will trotz Krebserkrankung eine Hauptrolle spielen

Michael Douglas hatte lange ein schwieriges Verhältnis zu seinem Vater - die Krebserkrankung hat die beiden nun aber näher gebracht (Archiv)

Michael Douglas hatte lange ein schwieriges Verhältnis zu seinem Vater - die Krebserkrankung hat die beiden nun aber näher gebracht (Archiv)

Der schwer kranke US-Schauspieler Michael Douglas freut sich schon auf seine nächste Rolle. Er werde die Hauptrolle in dem Film «Liberace» von Steven Soderbergh spielen, erzählte er in einem Interview mit der US-Zeitschrift «Hollywood Reporter», die am Mittwoch erscheint.

Drehbeginn solle Mai oder Juni sein. Der an Kehlkopfkrebs erkrankte 66-Jährige unterzieht sich seit August einer Bestrahlung und Chemotherapie. Erst im Januar werde er erfahren, ob die Behandlung erfolgreich gewesen sei. Die Heilungschancen lägen laut seinen Ärzten bei 80 Prozent.

Seine Krebserkrankung habe ihm seinem 93-jährigen Vater Kirk näher gebracht. Die beiden hatten seit Jahren ein angespanntes Verhältnis, doch sein Vater habe sich nach der Diagnose wirklich bemüht, sagte Douglas. Gerade erst sei er fast zehn Tage zu Besuch gewesen und jeden Tag vorbeigekommen. "Er war grossartig."

Als Kind habe er seinen Vater nur wütend erlebt und kaum gesehen. Damals habe Kirk fünf Filme pro Jahr gedreht. Er habe sich nur selten blicken lassen und auch dann nur aus Schuldgefühlen heraus. Dieses Verhalten habe er, Michael, seinem Sohn Cameron gegenüber auch an den Tag gelegt. Der 31-Jährige sitzt wegen Drogenvergehen im Gefängnis.

Der Schauspieler ist optimistisch, was seine Genesung angeht. Durch die Krankheit sei ihm seine Sterblichkeit zwar wieder richtig bewusst geworden, doch habe er auch gelernt, was Familie wirklich bedeute. Er habe so viel Liebe erfahren wie nie zuvor.

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