Erinnerungen

McEnroe nervt sich noch heute über Andy Warhol

Tennislegende John McEnroe 2008 vor dem Bild, das Andy Warhol von ihm und seiner damaligen Frau Tatum O'Neal malte. Vor Warhols Tod 1987 hielt McEnroe den Maler für mittelmässig. Ausserdem nervte ihn Warhol, weil er auf Partys jedem seine Polaroid-Kamera ins Gesicht streckte. (Archivbild)

Tennislegende John McEnroe 2008 vor dem Bild, das Andy Warhol von ihm und seiner damaligen Frau Tatum O'Neal malte. Vor Warhols Tod 1987 hielt McEnroe den Maler für mittelmässig. Ausserdem nervte ihn Warhol, weil er auf Partys jedem seine Polaroid-Kamera ins Gesicht streckte. (Archivbild)

Tennislegende John McEnroe ärgert sich noch heute über den 1987 verstorbenen Künstler Andy Warhol. Egal, auf welcher Late-Night-Party er gewesen sei, immer sei «der Spinner mit der Perücke» auch da gewesen und sei jedem mit seiner Polaroid auf die Pelle gerückt.

Ein Model oder so aufzureissen sei dann kaum mehr möglich gewesen, berichtet der heute 58-Jährige in seiner Autobiografie "But Seriously", die morgen erscheint. "Ich dachte: 'Wer ist dieser Psychopath mit dem Toupet? Warum fuchtelt der hier mit seiner Kamera herum um drei Uhr in der Früh? Gibt's eigentlich keinen Ort, wo man seine Ruhe hat'", zitiert das Promiportal pagesix.com aus McEnroes Buch.

Warhol war bekannt dafür, dass er dauernd Polaroids schoss - unter anderem von Mick Jagger, Yves Saint Laurent, Jack Nicholson, Debbie Harry, Alfred Hitchcock und Pelé - und sie als Vorlage für seine Gemälde benutzte. McEnroe fand Warhols Bilder am Anfang "mittelmässig". Bei einer Benefizauktion ersteigerte er sich dennoch für 30'000 Dollar ein Auftragswerk von Warhol.

Das Porträt, gemalt nach einem Polaroid, das McEnroe mit seiner damaligen Frau Tatum O'Neal zeigte, brachte später auf einer Wohltätigkeitsauktion 800'000 Dollar ein.

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