Gürtel enger schnallen

Marc Baumann: Sparen bringt die Winterthurer nicht durcheinander

Marc Baumann schaut nicht gerne zurück (Key)

Marc Baumann schaut nicht gerne zurück (Key)

Marc Baumann bleibt auch nach seinem Wechsel an die Spitze des Zürcher Casinos ein Fan von Winterthur. Hier war er fünf Jahre Theaterdirektor und singt ein Lob auf die Bevölkerung, die ihrer Stadt auch in Zeiten enger Finanzen die Treue halten.

Sie seien unerschrocken, "die Winterthurer/-innen", schreibt Baumann im "Landboten". Sie hätten nur eine Angst, "nämlich dass ihnen der Himmel auf den Kopf fällt". "Ohne triftigen Grund" wandere deshalb auch niemand aus Winterthur aus. Auch nicht in eine der 300 Millionenstädte der Welt. "Wir wissen es vom Schiff aus, dort erwartet uns weniger als hier", so Baumann. "In jeder Hinsicht."

Sorgen bereiten könnte den Leuten allenfalls, dass es am Geld fehle für die öffentliche Hand. Das habe nämlich zur Folge, dass die Stadt den Gürtel enger schnallen müsse. "Und das tut die Stadtregierung gerade - offensichtlich nicht zur Freude aller". Aber: "Fällt uns jetzt der Himmel auf den Kopf?" fragt Baumann. Nein, meint er. Dramatisch sei das nicht, "es ist halt einfach eine Aufgabe".

Das wüssten auch die Menschen hier. Denn Winterthur sei "ihr Zuhause, wo sie sich wohlfühlen, ihre Heimat, an der sie täglich teilhaben". Dieses Engagement sei "der wahre Grund für die Lebensqualität dieser Stadt, die vielen Menschen, die tagaus, tagein am guten Zusammenleben arbeiten". Dass jetzt gespart werden müsse, könne "den Charakter und die Ausstrahlung dieser Stadt" nicht behelligen, ist Baumann überzeugt.

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